Zu den großen Stärken von Magento gehören die Multistore-Funktionalität und die Anpassbarkeit; aus Entwicklersicht sind das wohl hauptsächlich die Dependency Injection und die API-Unterstützung. Das Frontend gehört leider nicht zu den Stärken: sowohl das traditionelle Frontend „Luma“ als auch der moderne Ansatz „PWA“ haben ihre eigenen Probleme. Welche diese Probleme sind und warum wir denken, dass nur ein neuer Ansatz diese lösen kann, erklären wir in diesem Beitrag.

Das traditionelle Magento-Frontend „Luma“

Bereits bei der Veröffentlichung von Magento 2 galt die Basis des eigenen Frontends als veraltet. Um dynamische Komponenten zu unterstützen, hat Magento UI Components eingeführt. Ziel war es dabei, ein moderneres Frontend bereitzustellen, welches Erweiterungen und den Umgang mit vielen einzelnen Komponenten ermöglicht und dabei erweiterbar ist. Insbesondere im Check-out und im Admin-Bereich fanden die UI Components ihre Anwendung. Es gab jedoch auch Pläne diese auf das ganze Frontend auszudehnen und so das alte zu ersetzen.

Demo-Frontend mit Luma

Leider brachten diese Änderungen einen enormen Mehraufwand für Entwickler mit sich. Die an sich sehr anpassbaren UI Components forderten ein enormes Maß an Einarbeitungszeit. Selbst erfahrene Entwickler brauchten durch die Komplexität für scheinbar kleine Anpassungen viel Zeit.

Das Luma-Theme basiert insgesamt auf bewährten Techniken wie jQuery, RequireJS, knockout.js sowie LESS, die sehr robust sind, jedoch nicht als ganz zeitgemäß zu betrachten sind. Insbesondere leidet Luma unter einer enormen Menge an JavaScript-Code, der für lange Ladezeiten sorgt, vor allem bei der Nutzung auf Mobilgeräten. Diese wiederum lassen sich nur durch enormen Aufwand verbessern, weshalb das Luma-Theme für uns keine optimale Lösung ist.

Die Lösung scheint zum Greifen nah

Eine neue Technologie kam zum Vorschein: Progressive Web Apps (PWAs). PWAs als Frontend verbinden die Vorteile von nativen Apps mit einer Webseite. Bereits im April 2018 sind wir darauf aufmerksam geworden und starteten mit eigenen PWA-basierten Projekten. Die Ernüchterung kam schnell. Die Versprechungen über die Performance konnten nur unter bestimmten Bedingungen eingehalten werden – insbesondere der erste Seitenaufruf eines Shops erfordert den Download von mehreren MB JavaScript-Code und bremst damit wiederum überwiegend Mobilgeräte aus.

Unsere Erfahrungen umfassen die Entwicklung mit Vue Storefront und Magento PWA Studios. Bis jetzt bieten beide Lösungen in unseren Augen keine stabile Basis und eine nicht ausreichende Feature-Abdeckung. Für uns gibt es zwei Szenarien, in welchen die Umsetzung des Frontends mit PWAs zurzeit Sinn ergeben: Wenn man nah am Standard bleibt, sodass nicht viel gemacht werden muss; oder wenn der Shop groß genug ist, um ein umfangreiches Budget zur Verfügung zu stellen und das Frontend somit in großen Teilen neu gemacht werden kann.

Soll das die Lösung sein?

Was ist nun mit kleinen und mittelgroßen Shops oder Unternehmen, die eine effizientere und kosteneffektive Lösung suchen? Diese Frage haben wir uns immer und immer wieder gestellt, konnten jedoch keine zufriedenstellende Antwort finden. Aus diesem Grund haben wir die Lösung des Problems selbst in die Hand genommen.

Hyvä Themes

Hyvä Themes ist das neue Magento-Frontend, welches unter der Federführung unseres Kollegen Willem Wigman gemeinsam mit uns entwickelt wurde. Durch die jahrelange Erfahrung in der Magento-Entwicklung und die Vernetzung in der Community war uns der Kern des Problems bewusst und die Idee für einen neuen Lösungsansatz entstand. 

Mit Hyvä Themes haben wir ein Magento-Frontend auf den Markt gebracht, dessen Komplexität deutlich geringer ist und dessen Performance nicht unter dem Ballast enormer Mengen an Code leidet. Das System zeichnet sich durch das schlanke JavaScript auf Basis von AlpineJS aus. Im Standard erzielen wir damit einen Lighthouse-Score (der offizielle Performance-Indikator von Google) von über 90 und das sogar auf mobilen Endgeräten. Dieser Score spiegelt die schnellen Ladezeiten wider und bedeutet ein gutes Ranking durch Google. Zusätzlich überzeugt Hyvä Themes durch das moderne Tailwind-Framework für die Gestaltung. Die Umsetzung und Weiterentwicklung des Frontends ist dadurch deutlich schneller. Davon profitieren nicht nur Entwickler, da die Umsetzung weniger frustrierend ist, sondern auch die Kunden durch die Möglichkeit, Projekte effizient zu gestalten.

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Autor: Tanita Geiger

Schon während ihres dualen Bachelors in Medien- und Kommunikationswirtschaft konnte Tanita Geiger ihre Leidenschaft im Bereich des Online-Marketings entdecken. Nach ihrem Abschluss hat sie zunächst für eine E-Commerce Beratungsagentur gearbeitet und studiert aktuell Digitale Medienkommunikation im Master an der RWTH Aachen. Bei integer_net sorgt sie seit Juli 2019 für frischen Wind im Bereich des Online-Marketings. 

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