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Magento 2: Installation

Erfahrungsgemäß haben auch gestandene Magento-1-Entwickler bei der ersten Installation von Magento 2 verschiedene Hürden zu überwinden. Erste Erfahrungen haben wir bereits in unserem Blogpost über den Magento-Hackathon in Zürich (Oktober 2015) veröffentlicht. Hier fassen wir unsere Erfahrungen mit der Installation zusammen. Für die erste Magento-2-Installation sollte man in jedem Fall 2-3 Stunden einplanen.

Details zu den einzelnen Schritten werden in der offiziellen Dokumentation erläutert. In jedem Schritt ist der jeweils passende Abschnitt der Dokumentation verlinkt.

Magento 2: Systemvoraussetzungen

Im Vergleich zu Magento 1 sind die Voraussetzungen etwas höher:

  • PHP ab Version 5.5, höhere Versionen bevorzugt
  • MySQL Version 5.6 (5.7 wird offiziell ebenfalls unterstützt, in der Praxis hatten wir jedoch mehrere Probleme damit)

Magento 2 Installation: Mehrere Varianten

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Magento 2 zu installieren, die sich unter anderem auf die spätere Projektstruktur auswirken. Wir entscheiden uns für “Integrator/Packager“, da wir dann Packages über Composer verwalten können. Dies ist in unseren Augen die flexibelste und professionellste Art, Magento 2 zu installieren.

Wir initialisieren das Projekt mit Composer:

Während der Installation kann es sein, dass nach “authentication keys” gefragt wird. Um diese zu erhalten, wird ein Magento Connect Account benötigt. Wer hier nicht weiter weiß, dem hilft die offizielle Dokumentation.

Nun können wir uns eine Tasse Kaffee holen und Composer bei der Arbeit zuschauen.

Nach erfolgter Installation lohnt sich ein Blick auf die System-/Dateiberechtigungen von Magento 2 auf unserem Entwicklungsserver. Andernfalls bekommen wir später unter Umständen Probleme, da automatisch generierte Dateien nicht geschrieben werden können.

Unverzichtbar: Das Kommandozeilentool von Magento

Um die Datenbank zu initialisieren, bedienen wir uns des neuen Magento-Kommandozeilenwerkzeugs (CLI, Command Line Interface). Eventuell müssen wir dieses noch ausführbar machen:

Anschließend können wir es nutzen, um Magento 2 zu installieren:

In der Magento-2-Dokumentation gibt es eine Übersicht über das Setup-Kommando.

Wer XDebug nutzt, dem kann u.U. folgende Fehlermeldung begegnen:

PHP Fatal error: Maximum function nesting level of ‘100’ reached

Die Lösung ist das Heraufsetzen des Attributs xdebug.max_nesting_level in der php.ini.
Bei mir kam es vor, dass der Wert zwar im vHost übernommen, in der CLI jedoch ignoriert wurde. Hier empfiehlt es sich, obigen Installer direkt mit dem entsprechenden Parameter aufzurufen:

Anschließend lassen wir unseren Host auf <installation directory name>/pub/ zeigen. Eine Begründung dafür liefert Alan Storm in seinem Blog.

Des Weiteren aktivieren wir den Developer Mode. Magento 2 sollte auf keinen Fall im Default Mode betrieben werden, einem wenig nützlichen Hybrid-Modus. Weitere Informationen dazu finden sich auch in der Dokumentation, Erläuterungen der Modes bietet erneut Alan Storm.

Demodaten

Im Gegensatz zu Magento 1 werden die optionalen Demodaten erst nach der eigentlichen Installation hinzugefügt. Dies erfolgt über den folgenden Befehl:

Die Daten sind ein Satz von zusätzlichen Modulen und als solche müssen sie auch zuerst aktiviert werden. Dazu anschließend folgenden Befehl ausführen:

Magento-2-Installation abgeschlossen

Nach der abgeschlossenen Magento-Installation ist der Shop bereit für die Weiterentwicklung und Nutzung. In unserem Blog finden Sie weitere Beiträge zu Magento 2 und wie Sie nun vorgehen können, z.B. wie Sie den Frontend-Workflow für die Gestaltung des für den Kunden sichtbaren Bereichs des Shops einrichten können.

Sandro Wagner

Autor: Sandro Wagner

Sandro Wagner ist Mediengestalter für digitale und Druckmedien. Während seiner dreijährigen Selbstständigkeit hat er für verschiedene Agenturen und nationale sowie internationale Kunden gearbeitet, wobei er sich auf Frontend-Entwicklung und CMS-Integrationen fokussiert hat.
Bei integer_net ist er als Magento Certified Frontend Developer tätig.

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